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Strahlen-ABC

Strahlen-ABC Sonnenstrahlen

Jeder von euch hatte sicherlich schon einmal einen Sonnenbrand und hat den fehlenden Schutz vor der Sonne danach bitter bereut. Dass die Sonnenstrahlung aus verschiedenen Strahlen besteht und lediglich UVB-Strahlen zu einer Verbrennung der Haut führen, wissen jedoch die wenigsten. 

Welche Strahlen treffen nun eigentlich auf unsere Haut?

Die von der Sonne abgehenden (u.a.) Ultravioletten (UV)-Strahlen treffen die Erde als sogenannte UVA-, UVB-, und UVC-Strahlen. Diese Unterscheidung kommt von der Einteilung dieser Strahlen in Energiebereiche, ausgedrückt als Wellenlänge in Nanometern.

UVA-Strahlen

UVA-Strahlen sind dabei die ernergieärmsten (315nm – 380nm). Sie machen rund 90 Prozent der gesamten UV-Strahlung aus, die uns trifft, dringen am tiefsten in die Haut ein und regen dort in kleineren Dosen den Zellstoffwechsel an. Zudem kommt es zu einer leichten Veränderung des Stoffes Melanin in unseren Zellen, wodurch eine Sofortpigmentierung auftritt (jedoch selten ein Sonnenbrand). Diese Bräunung ist nur kurzfristig und erzeugt kaum Selbstschutz in der Haut. In Solarien zum Beispiel wird häufig nur UVA-Strahlung abgegeben, welche dann einen schnellen Bräunungseffekt erzielt, jedoch keineswegs die Haut auf einen übermäßigen Sonnenaufenthalt, wie im Urlaub, vorbereitet. Des Weiteren sind diese Strahlen verantwortlich für eine schnellere Alterung der Haut. Sie schädigen die kollagenen und elastischen Fasern in der Dermis – Spannkraft geht verloren. Ein Risiko für Hautkrebs wird bei hohen Dosen UVA-Strahlung ebenfalls erhöht sowie die Netzhaut am ungeschützten Auge geschädigt.

UVB-Strahlen

UVB-Strahlen (280 – 315 nm) sind zu rund 10 Prozent vertreten und energiereicher als die UVA-Strahlen. Sie sind Hauptverantwortliche für den Sonnenbrand. Die Eindringtiefe betrifft hier hauptsächlich die Epidermis, in welcher die Zellen zu einer vermehrten Produktion von Melanin angeregt werden (Melanin ist der Selbstschutzmechanismus der Haut, da Melanin UV-Strahlung absorbieren kann). Auch hierbei tritt ein Bräunungseffekt (verspätet mit bis zu 72 Stunden) auf, der länger anhält. Dieser sollte nicht als Schönheitsideal, sondern als die Reaktion unserer Haut auf eine potentielle Gefährdung unserer Gesundheit angesehen werden. Das heißt nicht, dass man die Sonne ganz meiden muss, schließlich bewirkt UVB-Strahlung auch die Bildung des wichtigen Cholecalciferol (bekannt als Vitamin D3). Ein bewusster Umgang ist jedoch sehr empfehlenswert, lange Sonnenbäder in der direkten Sonne sollten vermieden und ausreichender Schutz verwendet werden.

UVC-Strahlen

UVC-Strahlen (200 – 280 nm) werden von der Atmosphäre (Ozonschicht) nahezu vollständig gefiltert und gelangen im Normalfall nicht auf unsere Haut. Durch diverse Faktoren wie z.B. Abgase ist die Atmosphäre allerdings stellenweise bereits vernichtet und durchlässiger. So gelangen auch diese energiereicheren Strahlen in gewissem Umfang in unsere Umgebung. Sie erhöhen das Hautkrebsrisiko ebenfalls und können das Erbgut der Zellen schädigen.

Sonnenbrand ≠ Hautalterung

Wer sich also akribisch vor Hautalterung und Hautkrebs schützen möchte, sollte täglich, selbst bei geringer Strahlung, Sonnenschutz verwenden (LSF 15 genügt an bedeckten Tagen im Büro. - Denn Schmerzen und Sonnenbrand verursachen lediglich UVB-Strahlen.

 

xxx,
Lou

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